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Krebspest trat erstmals um 1860 in Europa im Raume Norditalien auf. |
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Erreger: Aphanomyces astaci; Oamycetes Diese Krankheit wurde mit dem Import von Kamberkrebsen (Orconectes limosus) aus Amerika eingeschleppt. Von 1870 bis 1940 vernichtete die Krankheit von West- bis Osteuropa und Skandinavien die europäischen Krebsbestände, nahezu vollständig. Die in den Jahren 1880-1900 auch in der Schweiz schwer dezimierten Bestände wurden später zusätzlich durch Verunreinigung der Gewässer weiter beeinträchtigt und verschwanden gebietsweise vollständig. Die Dezimierung der amerikanischen Krebsen wurde durch die Einsetzung deren Feinde, Aale und Hechte, auf ökologische Weise ins Gleichgewicht gebracht. Erst in den letzten Jahren zeigte sich, zusammen mit der Verbesserung der Wasserqualität und Krebseinsätzen, eine erfreuliche, Erholung des Bestandes. |
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Edelkrebs oder Europäischer Flusskrebs (Astacus Astacus) Der größte Krebs unter den heimischen Arten (16 bis max. 20 cm, ohne Scheren; Weibchen bleiben deutlich kleiner); wird 15-20 Jahre alt. Lebensraum: große Bäche, Flüsse, und Seen mit ausreichend Sauerstoffgehalt; Sommertemperaturen müssen für 2 - 3 Monate 16°C erreichen, andernfalls findet keine Entwicklung der Geschlechtsteile (Gonaden) statt, keine Fortpflanzung möglich; meidet sehr schlammige Gewässer, da er gerne Wohnhöhlen gräbt, in Uferböschungen oder unter Steinen, Wurzeln und Todholz. Standorttreu Ernährung: Allesfresser; kein Aas, nur Frisch totes; auch Herbstlaub, Fadenalgen und modriges Holz; je nach Lebensalter mehr Fleisch oder Pflanzen Dämmerungs- und Nachtaktiv. |
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Arten Die amerikanischen Krebsarten Kamber- und Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus), welche gegen Krebspest weitgehend resistent sind, konnten in den letzen Jahren in verschiedenen Gewässern der Schweiz dichte Bestände bilden; in zwei Gewässern der Schweiz wurde auch der rote Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) festgestellt. |
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Der Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus) Stammt aus Nordamerika und ist seit einigen Jahren an vereinzelten Orten auch in der Schweiz nachgewiesen. Als Überträger der Krebspest gefährdet er den Bestand der einheimischen Krebsarten. Signalkrebse werden bis zu fünfzehn Zentimeter lang. Die Scheren sind auf der Unterseite leuchtend rot. An der Oberseite fallen an den Gelenken die weisslich-hellblauen Flecke auf, die ihm seinen Namen geben. Er erträgt höhere Temperaturen und ist weniger empfindliche gegenüber chemischen und organischen Verschmutzungen als die einheimischen Krebse. |
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Der amerikanische (rote) Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) Hat seinen Ursprung in den Sümpfen von Louisiana. Größe bis 20 Zentimeter, kann mit allen Arten Wasser fertig werden, dennoch hat er eine Präferenz für hartes Wasser. Temperatur 15 bis 28°C. Besonderheit: sehr konkurrenzfähig und territorial. Er verdrängt die heimischen Krebse aus ihrem Lebensraum und entzieht ihnen die Lebensgrundlage. |
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Der Kamberkrebs (Orconectes limosus) Ist mittlerweile die häufigste Flusskrebsart. Er ist biologisch stärker als die heimischen Krebse. D.h. er überlebt auch in verschmutzten und strukturarmen Gewässern, und er ist sehr wanderfreudig (besiedelt schnell ganze Flusssysteme). Zudem ist er auch tagaktiv. Er wird nicht größer als 13 cm und wird deshalb auch nicht als Speisekrebs begehrt. |
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In den USA wurde die Wandermuschel eingeschleppt, besiedelten Leitungen der Trinkwasserversorgung und verstopften diese. Kosten pro Jahr: 200 Millionen Dollar. Bedenklich dass es immer wieder Menschen gibt, die den Inhalt ihrer Aquarien in einem einheimischen See entsorgen. |